Hoppala Nr.1 in meinem neuen Zuhause

Wie erwartet, war ich von Anfang an der große Liebling aller Hausparteien. Das war zwar sehr schmeichelhaft, konnte mitunter aber auch sehr anstrengend sein, denn bei meinem Anblick fühlten sich alle verpflichtet, mit mir zu spielen. So geschah es, dass sogar auf den ersten Blick sehr distinguiert wirkende Damen plötzlich mit mir auf dem Boden sitzend herumalberten.

Gleich an meinem ersten Morgen kam ich dadurch in folgende etwas peinliche Situation: In unserem Haus residierte unter Anderen ein in gehobener Position tätiger Herr mit seiner Gattin. Ich nenne die beiden im Weiteren "Herr und Frau Unglück".

Als ich nun am ersten Morgen in meinem neuen Zuhause von meinem Morgenspaziergang zurückgekommen bin, begegnete meinem Herrchen und mir Frau Unglück. Wie nicht anders zu erwarten war, konnte sie nicht umhin, mich auf den Arm zu nehmen und zu herzen. Obwohl dies an und für sich alles Andere als unangenehm war, war ich doch froh, als sie mich absetzte und ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte und ich verlieh diesem Gefühl der Erleichterung auch prompt Ausdruck, indem ich wie von der Tarantel gestochen davon sauste. Herr Unglück, gerade unterwegs zu einer wichtigen Sitzung, deren Vorsitz er führen sollte, wollte mich stoppen. Dabei habe ich den Boden unter den Füßen verloren (klingt wesentlich spektakulärer als es eigentlich war) und kam auf dem Rücken zu liegen. Durch die allgemeine Aufregung fühlte ich dabei den unbändigen Drang Wasser zu lassen und tat dies auch auf dem Rücken liegend in hohem Bogen - unglücklicherweise war Herr Unglück noch über mich gebeugt ...

Was soll man da noch sagen!? Der bereits vor der Türe wartende Chauffeur musste noch eine Häuserblockrunde drehen, während Herr Unglück seine Garderobe wechselte.